Knipser oder Hobby-Fotograf?

Von Carsten, 16. August 2010 21:50

Was unterscheidet einen “gewöhnlichen Knipser” vom “Hobby-Fotografen”? Was ist ein Hobby-Fotograf? Liegt die Unterscheidung im genutzten Equipment? An der Erfahrung?

Blöde Fragen? Mitnichten!

In einem von mir regelmäßig besuchten Forum gibt es auch einen Abschnitt für besagte Hobby-Fotografen. Ein User “erdreistete” sich jedoch, mehrere Bilder vom “Ausflug zum Einkaufen” hochzuladen und auszustellen. Dabei waren unter anderem Bilder, welche aus einem fahrenden Zug gemacht wurden und Bilder, welche den User zeigten (also vermutlich nicht von diesem Hobby-Fotografen selbst gemacht wurden), sowie Fotos, die eindeutig privaten Charakter hatten und den User z. B. beim beim Eisessen zeigten. Die Bilder waren dabei aus meiner Sicht von eher unterdurchschnittlicher Qualität.

Neben konstruktiven Kommentaren wie “das Bild ist schief”, “das Bild ist undeutlich” usw., wurde auch teilweise mit sehr scharfer Munition geschossen. Kommentare wie “die Bilder sind grottenschlecht” oder die Frage, warum man andere User nötige, sich die Bilder anzusehen, kamen auf.

Natürlich fühlte sich der Bilder-Poster angegriffen und es kam die übliche Gegenfrage: “Warum guckt ihr Euch die Bilder an, wenn sie Euch nicht gefallen?” Logisch: weil wir hier in einem Forum für Hobby-Fotografen sind, in dem es darum geht, Bilder zu zeigen und ggf. zu bewerten, um Anregungen zu sammeln, was man besser machen könnte. Da muss der Zeigende schon damit rechnen, dass andere Foren-Teilnehmer sich die Bilder ansehen, Kritik äußern und nicht nur Lobes-Hymnen singen.

Zurück zur Ausgangsfrage. Was macht einen Hobby-Fotografen nun aus?

In meinen Augen sollten die Bilder schon einen gewissen, vielleicht sogar künstlerischen, Anspruch und Mehrwert aufweisen. Es sollte zu erkennen sein, dass der Hobby-Fotograf sich mit dem Thema beschäftigt. Ob dafür eine kleine Digi-Knipse, eine alte Polariod-Kamera, ein Handy oder eine moderne Digital-Spiegelreflex-Kamera genutzt wird, ist nebensächlich. Auf das Ergebnis und auch den Inhalt kommt es an. Urlaubs-Schnappschüsse sollten nicht in ein Hobby-Fotografen-Forum, es sei denn sie passen zu einem bestimmten Thema. Es gibt da sicherlich die ein oder andere Ausnahme.

Der Knipser:

…fotografiert in der Regel nur im Urlaub und auf Familienfeiern, nutzt und kennt nur den Automatik-Modus, freut sich über Gesichtserkennung und Blitzautomatik. Zum Einsatz kommen kleine Kompakt-Digitalkameras und Handys. Fotos werden oft wahllos und in Massen geschossen, getreu dem Motto: “da wird schon was Gutes bei sein”.

Der Hobby-Fotograf:

…fotografiert in seiner Freizeit wann immer er kann, nutzt die manuellen Einstellungsmöglichkeiten seiner Kamera, nutzt sofern möglich das RAW-Format seiner Kamera und bearbeitet die Bilder am PC / MAC nach. Das Haus verlässt er selten ohne Kamera. Zum Einsatz kommen oft Digitale-Spiegelreflex-Kameras und Wechselobjektive. Oft drückt er mit seinen Bildern etwas aus und/oder wendet sich anspruchsvolleren Themen (Makro- oder Studio-Fotografie, Lichtsetzung usw.) zu.

Was denkt Ihr? Wie würdet Ihr Hobby-Fotografen definieren? Wo seht Ihr Euch?

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Erfahrungsbericht: Fotobuchbestellung bei fotobuch.de

Von Carsten, 7. August 2010 12:34

Das dritte und letzte Buch der Hochzeits-Reihe sollte nun bei meinem bisherigen Favoriten fotobuch.de bestellt werden. Erfreulich: Es gibt eine Mac-Software-Version (die allerdings etwas größer ist, als die Windows-Version). Darüber hinaus gibt es bereits vorgefertigte Templates / Vorlagen für verschiedene Anlässe und neben dem “klassischen Fotobuch” auch sog. ShapeBook™’s. Dabei handelt es sich um Bücher in besonderen Formen, wie Herz oder Auto…

Der Download und die Installation verliefen am Mac wie zu erwarten problemlos.

In der Vergangenheit bemängelte ich bei dem Anbieter einen zu dunklen Druck der Bilder, trotz kalibrierung des Monitors. In der vorliegenden Software-Version kann die automatische Druckdatenoptimierung auf Wunsch abgeschaltet werden. Das ist sehr erfreulich. Ich nutze sie zu Testzwecken dennoch.

Als Lieferzeit werden 5-7 Tage angegeben (bis Versand). Bestellt habe ich am 3. August 2010, versandt wurde am 6. August und geliefert schon am 7. August 2010. Hervorragend! Der Versand erfolgte “CO2 neutral” über DHL und in einer stabilen Karton-Verpackung.

Das Buch weist keine Beschädigungen auf, Druckfehler habe ich keine gefunden. Wo bei anderen Anbietern auf der Rückseite der Barcode eingedruckt ist, klebt bei fotobuch.de ein leicht (und in meinem Fall rückstandslos) abzuziehender Aufkleber.

Die Bildqualität war einwandfrei. Die hellen und bunten Farben leuchten schön, das schwarz ist so wie es sein soll. Die Bilder erscheinen mir weiter einen leichten Hauch dunkler, als auf dem Monitor, dennoch bleibt fotobuch.de mein Favorit.

Der Preis ist im Vergleich zu PosterXXL merkbar höher. Das Fotobuch Classic, 20,5 x 27 cm (hier: 24 Seiten) kostet bei fotobuch.de 24,90 Euro (zzgl. Versand). Ein DIN A4 Fotobuch bei PosterXXL (ebenfalls 24 Seiten) kostet 16,99 Euro. Das macht einen Preisunterschied von immerhin 7,91 Euro. Diesen macht fotobuch.de aber durchaus mit Qualität wieder wett.

Fazit:

+ leicht zu installierende und zu bedienende, sehr flexible Software für Windows und Mac
+ erweiterbar und auch für Anfänger leicht zu nutzen durch Templates
+ sehr schnelle und sichere Lieferung
+ pfiffige Fotobuch-Produkte
+ die Druckdatenoptimierung kann auf Wunsch abgeschaltet werden

- teuer

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Buch von fotobuch.de

Buch von fotobuch.de

Umstieg auf Lightroom 3 – Erfahrung am Mac

Von Jens, 19. Juli 2010 18:21

Als Nutzer von Lightroom seit der ersten Version, lass ich es mir nicht nehmen auch die neueste Variante zu testen. Vor dem Kauf hab ich mir zunächst einmal die Testversion von der Adobe-Seite herunter geladen. Die Installation am Mac bedarf wohl keiner weiteren Erklärung. Beim ersten Start wird der Nutzer danach gefragt, ob ein alter Katalog aktualisiert werden soll oder ob man einen neuen erstellen möchte. Ich hab mich für die erste Variante entschieden, aber einen neuen Speicherort für den Katalog von LR3 festgelegt. Die daran anschliessende Aktualisierung des Kataloges dauert bei ca 50.ooo Aufnahmen natürlich etwas. Darf es aber auch. Nebenher läuft an meinem Rechner noch iTunes (nur geöffnet), Safari, Echofon, Mail und in dieser Zeit ebenfalls noch Eye-TV mit Fussball.

Die Aktualisierung hat bei mir etwa 10 Minuten gedauert. Mein erster Weg führte in das Entwicklungsmodul zu den Sammlungen. Alle Sammlungen da. Doch eine kleine Schrecksekunde, im ersten Moment wurden keine Bilder in den Sammlungen angezeigt und man hatte die Meldung “Keine Daten Vorhanden” und nach einer gefühlten Ewigkeit von 10 Sekunden waren sie alle da. Puh!

lr-ausrufezeichen

In der Anzeige der Bilder sieht man nun im unteren Bereich ein Ausrufezeichen. Dies weist darauf hin, dass hier noch die alte Lightroom-Entwicklungseinstellung hinterlegt ist. Mit einem Click auf das Ausrufezeichen hat man die Möglichkeit die Entwicklungseinstellungen auf 2010 zu aktualisieren. Aktualisiert man nicht, hat man einige der Entwicklungseinstellungen nicht zur Verfügung.

lr3-aenderungen-2010

Der nächste Schritt führt mich in die Bibliothek. Einen Ordner mit rund 33.ooo Bildern anzeigen lassen und die Rasteransicht eingeschaltet und einfach mal von oben nach unten angefangen durchzurollen. Rein subjektiv betrachtet, scheint es schneller zu gehen. Ebenso der Eindruck beim Wechsel zwischen den Modulen Bibliothek und Entwickeln.

Was er nicht automatisch übernommen hat, sind die Vorgaben im Entwicklungsmodul. Diese lassen sich über Kopieren und Einfügen an der passenden Stelle in den neuen Katalog einbinden. Dazu nur LR3 einmal neu starten. lr3speicherortpresets

Was mir im Modul Bibliothek noch aufgefallen ist, sind die Veröffentlichungsdienste. Dort sind derzeit zwei Dienste zu sehen. Einmal Festplatte und einmal Flickr. Wie und was dort eingestellt werden kann, muss ich noch testen und ist eine To-Do für die nächsten Tage. lr3-veroeffentlichungseinstellungen

Also der erste flüchtige Eindruck ist ein positiver und ich bin gespannt, wie es sich weiter entwickeln wird. Morgen geht es auf Fototour und dann kann ich auch gleich die Import-Dialoge testen.

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Erfahrungsbericht: Fotobuchbestellung bei myphotobook.de

Von Carsten, 8. Juli 2010 11:00

Das Zweite der zu erstellenden Hochzeitsfotobücher wurde nun bei myphotobook.de bestellt.

Besonders erfreulich: Die Bestell-Software gibt es sowohl für Windows, als auch für den Mac. Der Download ging recht fix von statten und die Installation am Mac lief problemlos. Das war es aber auch schon…

Die Handhabung der Software ist  ein wenig schwerfällig und stark gewöhnungsbedürftig. Aus meiner Sicht reagiert die Software recht “träge” / langsam und ist für einen Anfänger eher nicht zu empfehlen. Zur Änderung des Bild-Ausschnitts muss die Größe des Positionsrahmens eingestellt werden :( Über einen +/- Button kann in das Bild hinein- und herausgezoomt werden.

Für Bestellungen ab 20 Büchern wird auch ein PDF-Upload angeboten.

Nach mühseliger aber letztendlich erfolgreicher Buchgestaltung wurde die Bestellung hochgeladen (alternativ ist der Versand einer Bestell-CD möglich). Der Upload der Bestelldatei wurde 2x unterbrochen, da angeblich eines der Bilder defekt war. Dieses habe ich dann nochmals aus Lightroom exportiert und der 3. Upload-Versuch war erfolgreich. Meine eigene Kontrolle der Bestelldatei (online) zeigte jedoch, dass 2 andere Bilder komplett schwarz waren. Auf dem lokalen Rechner waren alle Bilddateien in Ordnung und die Buch-Vorschau war auch einwandfrei. Auch ein Austausch der Bilddateien brachte keinen Erfolg. Erst das Löschen und Neueinfügen der entsprechenden Doppelseite sowie anderer Fotos, und Upload Nr. 6 brachten den gewünschten Erfolg.

Bei der Erstellung des Buches wurde ein Bild in zwei nebeneinander liegenden Rahmen doppelt angezeigt. Auch ein erneutes Laden des korrekten, zweiten Bildes brachte keine Abhilfe. Ich tauschte daher die Bilder komplett aus. Im gelieferten Buch war dann das neue Bild doppelt nebeneinander :(

Auf dem fertigen Buch war auf dem Cover ein kleiner blauer Fleck, siehe Foto.

Entschieden hatte ich mich für ein Buch mit Hardcover und mattem Druck. Das Buch fühlt sich gut an, die Druckqualität ist gut. Vom Eindruck her allerdings sind die Bilder dunkler als am (kalibrierten) Bildschirm und dem PosterXXL-Buch.

Druckfehler auf dem Cover des myphotobook-Foto-Buches

Druckfehler auf dem Cover des myphotobook-Foto-Buches

Fazit:

+ Bestellsoftware sowohl für Windows, als auch Mac.
+ Unterstützung von PDF-Upload (ab 20 Büchern)
+ gute Haptik des gedruckten Buches

+/- gute Druckqualität, aber etwas dunklere Bilder.

- Bestellsoftware nicht so intuitiv und leicht zu bedienen, wie z. B. bei PosterXXL oder fotobuch.de, deutlicher Punktabzug wegen mangelnder Flexibilität. Formvorlagen und Masken, wie z.B. Herzen, Blumen, Wolken usw… habe ich nicht entdeckt.
- Der Upload-Vorgang sollte durch den Anwender genau beobachtet und die Bestelldatei kontrolliert werden: offenbar sehr hohe Fehleranfälligkeit.

Für mich recht eindeutig: keine weitere Bestellung… Schade.

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Bindung des myphotobook-Foto-Buches

Bindung des myphotobook-Foto-Buches

Erfahrungsbericht: Finepix Real 3D W1

Von Carsten, 20. Juni 2010 18:00

Nachdem ich Euch kürzlich die Finepix Real 3D W1 vorgestellt habe und nun ein wenig damit experimentieren konnte, hier ein paar ausführlichere Infos.

3D-Modus:
Die Verschiebung / Parallaxe wird von der Kamera automatisch eingestellt, kann aber auch nachträglich justiert werden. Bei der Aufnahme in 3D kann man sowohl die Kontainerdatei (MPO) alleine als auch JPG+MPO speichern lassen. Es kann sowohl in 3D fotografiert als auch gefilmt werden. Die Bildqualität im 3D-Modus ist gut, wobei beim hereinzoomen Farbflächen / grobkörnige Bereiche sichtbar wurden – das hat mich zu einer genaueren Betrachtung im 2D-Modus veranlasst. Hier Beispielbilder (1) (2), nachträglich in ein Rot/Cyan-Bild umgewandelt.

Beispielbild - für höhere Auflösung bitte den Link im Artikel anklicken!

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Das Display im 3D-Modus:
Auch ohne entsprechende Brille lassen sich auf dem Spezialdisplay die Fotos in 3D anzeigen. Man kann schon vorab einen guten Eindruck gewinnen, wie das Foto aussehen wird. Die Helligkeit kann individuell eingestellt werden.

2D-Modus:
Beim Hereinzoomen werden die grobkörnigen Flächen recht deutlich sichtbar. Hier mal ein Beispielbild, aufgenommen in voller 10 Mega-Pixel Auflösung und Fine-Qualität. Der Ausschnitt wurde mit Gimp erstellt und die JPG-Kompression ausgeschaltet (Qualität 100%):

Beispielbild - für höhere Auflösung bitte den Link im Artikel anklicken!

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Als zusätzliches Schmankerl bietet die Real 3D W1 im 2D-Modus eine Gesichtserkennung. Wird ein Gesicht erkannt, stellt die Kamera auf dieses scharf. Ein automatisches Auslösen beim Lächeln wird allerdings nicht angeboten.

Die Reichweite des Blitzes ist ebenfalls (in beiden Modi) nicht sonderlich weit.

Fazit:
Insgesamt bin ich mit der Kamera zufrieden. Ein Firmware-Update, um das Farbrauschen zu verringern und die Bildqualtität zu verbessern, erscheint mir allerdings sinnvoll. Es handelt sich in meinen Augen um eine Spaß-Kamera. Für (semi-professionelle Hobby-)Fotografen und gehobene Ansprüche reicht diese Kamera allerdings noch nicht aus. Bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 499 Euro ein nicht grad günstiger Spaß, wenngleich auch hochgradig innovativ.

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Fuji Real 3D W1 mit geschlossener Front / ausgeschaltet

Fuji Real 3D W1 mit geschlossener Front / ausgeschaltet

Fuji Real 3D W1 mit geöffneter Front / eingeschaltet

Fuji Real 3D W1 mit geöffneter Front / eingeschaltet

Die Rückseite der Real 3D W1 mit Display und Bedienelementen

Die Rückseite der Real 3D W1 mit Display und Bedienelementen

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